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Terre des Hommes - starke Kinder, gerechte Welt. 

Copyright: Terre des Hommes / Christel Kovermann / Beispielbild

Terre des Hommes unterstützt seit Jahrzehnten Kinder, sie vor Rechtsverstößen bewahrt und ihnen geholfen, Notlagen und Widrigkeiten zu überwinden. Mit Projektarbeit in Lateinamerika, Afrika, Europa, im Mittleren Osten, in Südasien und Südostasien. Und durch gesellschaftliche Interventionen in Form von politischer Arbeit, Appellen, Veranstaltungen und Aktionen in Deutschland, in Europa und weltweit, um auch auf diesem Weg die Rechte von Kindern durchzusetzen.

401 Projekte – mit Kindern, für Kinder

In 2023 führte Terre des Hommes insgesamt 401 Projekte in 47 Projektländern durch. Mit einigen leistete die Organisation unmittelbare Nothilfe nach Katastrophen und Konflikten. Einen weitaus größeren Teil bilden im Vergleich jene Projekte, die langfristig und nachhaltig die Lebenssituation von Kindern verbessern, etwa durch bessere Bildungschancen, durch den Kampf gegen Kinderarbeit, den Einsatz für Klima- und Umweltschutz oder durch Prävention und Schutz vor Gewalt.

Die CJB foundation unterstützt Terre des Hommes vor allem in ihrem Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit. Im Trilog brachten Europäischer Rat, Kommission und Parlament
eine gemeinsame EU-Lieferkettenrichtlinie auf den Weg. Als Teil der Initiative Lieferkettengesetz leistete Terre des Hommes einen großen Beitrag dazu, den Schutz von Kindern zu einer zentralen Priorität zu machen. Auch wenn die Kehrtwende der deutschen Bundesregierung sie in letzter Minute abschwächte: Die nun beschlossene Gesetzesgrundlage setzt an den Wurzeln der Ausbeutung an, indem die verantwortlichen Unternehmen selbst in die Pflicht genommen werden, Kinderarbeit und Umweltzerstörung in der Lieferkette zu beseitigen. 

Konkret finanziert die CJB foundation ein Projekt für die Opfer des Sumangali-Systems: 

  • Im Rahmen des Projekts werden 45 Bildungszentren in 9 Blöcken in Tamil Nadu betrieben. Die Arbeit und die Angebote in den Zentren zielen darauf ab, das gefährdete Kinder, insbesondere Mädchen, vor einem Schulabbruch bewahrt werden und nicht unter ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in der Textil-Lieferkette arbeiten müssen. Von diesen Bildungs- und Freizeitangeboten profitieren insgesamt 2.125 Kinder.
    Zusätzlich finden in den Zentren Vorbereitungskurse für eine weiterführende Bildung statt. Innerhalb von drei Jahren werden 27 Kurse mit jeweils 10 Mädchen durchgeführt, die die 10. bis 12. Klasse nicht bestanden haben. Durch den Förderunterricht sollen die Wissenslücken geschlossen und die Prüfungen erfolgreich absolviert werden.
    Auch nach der Prüfung werden die jungen Frauen weiter begleitet, um den erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung, des Abiturs oder eines Studiums zu unterstützen. Insgesamt 77 Lehrkräfte der Bildungszentren und Gemeinschaftsorganisator*innen nehmen an Schulungen für Ausbilder teil. Die Teilnehmer*innen sollen im Anschluss junge Menschen über ihre Rechte informieren und ihnen zur Seite stehen. Dazu zählen u.a. die Themen Kinderrechte und Kindesschutz, Geschlechter- und Arbeitsrecht und Berufsberatung.

 

  • In angemieteten Zentren erhalten insgesamt 840 junge Frauen aus sozioökonomisch schwachen Familien eine Ausbildung als Schneiderin. Diese Qualifikation ermöglicht es ihnen, ein besseres Einkommen zu erwirtschaften. Während der Ausbildung werden die Mädchen einmal wöchentlich von den Sozialarbeitern des Projekts aufgesucht und begleitet. Weitere 540 Mädchen erhalten eine Vermittlung zu ergänzenden Schulungen und Kursen. Diese umfassen beispielsweise Computer-, Kosmetikerin- und Krankenpflege-Kurse. Nach Abschluss der Qualifizierungsmaßnahmen wer-den die Mädchen bei der Suche nach einer angemessenen Beschäftigung oder Selbstständigkeit unterstützt.

 

  • Insgesamt 1.200 bedürftige Familien, die zum Teil Migrationshintergrund aufweisen, profitieren durch ihre Einbindung in verschiedene Arbeits- und Sozialprogramme der Regierung. Die vom Projekt ernannten Gemeindemobilisator*innen werden in den Zielgemeinden beim Ausfüllen und Einreichen der entsprechenden Antragsformulare begleiten sowie das Nachfassen bei den betreffenden Regierungsstellen gewährleisten.

 

  • Die zwischenstaatlichen Wanderarbeiter*innen, die extra für die Fabrikarbeit anreisen, sind aufgrund der Arbeitsbedingungen verschiedenen Gesundheitsproblemen ausgesetzt. Anämie, Lungenkrankheiten, Hautkrankheiten und gynäkologische Probleme sind einige der dringendsten Gesundheitsprobleme, mit denen die Arbeiter*innen in der Textilindustrie konfrontiert sind. Die Gruppe der Wanderarbeiter*innen ist besonders gefährdet, da ihr oftmals der Zugang zu Gesundheitseinrichtungen nicht bekannt ist und sie diesen aus finanziellen Gründen meiden. 600 Wanderarbeiter*innen werden durch medizinische Camps über drei Projektjahre hinweg erreicht. Diejenigen, die eine weitergehende medizinische Behandlung benötigen, werden an die staatlichen Krankenhäuser überwiesen